Sommerlager 2025: Der Schatz des Trolls

„Sitzt Du am Feuer, und die Lieder sind verweht, dann bleib ganz stumm!
Denn in dem Land, das Dich umgibt, ist was erwacht und schleicht herum (und schleicht herum).“

– (Lied) Der kleine Troll

Anfang September machten sich die Sippen des Stammes Otto Witte auf den Weg – zu Fuß, auf dem Fahrrad, sogar mit Boot. Das Ziel: Der verwunschene Zeltplatz in Großzerlang! Ein Ort, von dem man munkelte, dass dort der sagenumwobende Schatz des Trolls verborgen liegt.

Tag 1

Während unsere jüngste Sippe, die Wilden Zwerge, sich auf ihren 24-Stunden-Haik in den Wald begab, begann der Rest des Stammes das Lager zu errichten. Heringe wurden in die Erde getrieben, Planen gespannt: So wuchs auf dem leeren Platz ein kleines Zwergendorf.

Nach der Arbeit begann das Vergnügen: Es wurde gespielt, getobt und sich ordentlich im See abgekühlt. Mit Einbruch der Dämmerung begann das Abendprogramm: Zur Singerunde machten sich alle am Feuer gemütlich. Und fernab, tief im Wald, kämpften die Wilden Zwerge darum, ihre Kothe so schnell wie möglich aufzubauen, denn über ihnen türmten sich dunkle Regenwolken…

(Unser Pfadi-Lager auf dem Zeltplatz Großzerlang)

Tag 2

Noch vor dem Frühstück fanden die Wilden Zwerge ihren Weg zurück in die vertraute Pfadi-Zivilisation. Nach einer sportlichen Morgenrunde begann das große Rollenspiel: Die Zwerg*innen teilten sich in vier Dörfer und schlüpften in die Rollen räuberischer Ritter, perfider Piraten, fabelhafter Feen und wilder VIkinger. Jedes Dorf verfolgte dasselbe Ziel: Den Schatz des Trolls für sich zu gewinnen.

Am Nachmittag begannen die Festspiele – Wettkämpfe, in denen die Teams Punkte sammeln konnten, um sich für den Schatz des Trolls als würdig zu beweisen.
Die Spiele hatten es in sich: Unter Zeitdruck mussten die Dörfer eine Kröte aufbauen, ihr Pfadfinderwissen im Quiz unter Beweis stellen, oder sich tief im Wald aus dem klebrigen Netz einer fiesen Riesenspinne befreien!

Tag 3

Trotz Sommerhitze stürzten sich die Zwerg*innen direkt ins nächste Abenteuer. Durch Flunkyball wurde spielerisch für Erfrischung gesorgt.
Später wurde es stiller und bedeutungsvoller: In den Aufnahmegesprächen setzten sich die Leiter einzeln mit ihren Sipplingen zusammmen, um den nächsten anstehenden Schritt zu besprechen: Ihre Aufnahme in die nächste Pfadfinderstufe.
Nachdem die Flammen der zuvor brennenden Jurte gelöscht wurden, wurde mit einer kleinen Singerunde der Abend eingeläutet, bis schließlich der große Moment kam: Die Stufenaufnahmen. Unter sternklarem Himmel und Fackelschein wurden neue Mitglieder mit warmen Worten in ihre Sippen aufgenommen.

Den Abschluss bildete eine gemütliche Singerunde mit leckerem Tschai. Gesang füllte die Nacht, und irgendwo tief im Wald konnte man fast glauben, ein Troll schnurre im Dunkel…

Tag 4

(Zwei hilfsbereite Ranger*Rover helfen einen Rentner den kleinen Pälitzsee zu durchqueren)

Nach dem Frühstück stiegen alle Dörfer gemeinsam in die Kanus und glitten über den stillen See.
Zurück im Lager stand der Zeltabbau an. Mit vielen Händen verschwanden nach und nach die kleinen Königreiche aus Stoff, bis der Platz wieder frei vor ihnen lag.

Dann startete endlich die große Schatzsuche.

Die Dörfer teilten sich auf und folgten verschiedenen Routen tief in den Wald. Sie kletterten über Wurzeln, spähten in dunkle Büsche und suchten in moosigen Ecken. Doch egal wie entschlossen sie suchten – alle kehrten ohne Schatz zurück.
Doch zurück am Zeltplatz kam der entscheidende Moment: Im dichten Gebüsch entdeckten die Zwerge eine alte, mit Eisenketten umschlungene Schatztruhe. Als die Ketten endlich mit viiieeel Mühe von den Dorfältesten gelöst wurden, offenbarte sich endlich der Schatz des Trolls: Die Badges!

Zur Belohnung ging es für alle an die Badestelle. Im Wasser wurde geplantscht, gelacht und getaucht, bis die Sonne langsam tiefer sank. Ein würdiger Abschluss für eine Woche voller Spiel, Spaß und Abenteuer!

Der Stamm sagt: Auf wiedersehen & Gut Pfad!

Text: Ben

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